Mein Weg zum Runners Knee…

In diesem Beitrag möchte ich meine Erfahrungen mit dem Runners Knee oder auch dem Iliotibalen Friktionssyndrom – kurz dem Läuferknie teilen.

Gleichzeitig erzähle ich von meinen Erfahrungen auf dem Weg zurück in ein aktiveres Leben nach einer fast 3 Jährigen Sport(zwangs )pause.

In diesem Beitrag geht es hauptsächlich um die Entstehung des Runners Knee. Ob und wenn ja wie ich es wieder los geworden bin erzähle ich ein anderes Mal…

Weitere Informationen zum Runners Knee findest du hier: Was ist das Läuferknie?

Wie alles begann…

Aus gesundheitlichen Gründen konnte ich von 2014 bis Ende 2015 zum Teil keinen Sport machen. In diesen 2 Jahren habe ich mir gute 7 kg Mehrgewicht angeeignet. 2016 habe ich mich beruflich umorientiert, dies führte zu einem weiteren Zusatzgewicht von 4,5 kg.

Ende 2016 beschloss ich: So kann es nicht weiter gehen und wollte wieder ein aktiveres gesünderes Leben führen. Zumal Sport immer ein elementarer Bestandteil von meinem Alltag war.

Doch aller Anfang ist schwer. Der innere Schweinehund fand einen verbündeten- den wichtigen Abschluss eines langjährigen Projektes und den damit geforderten zeitintensiven persönlichen Einsatz.

Vorsatz für 2017 in Gefahr

Im August 2017 wurde mir klar, dass ich meine Ziele: 10 kg abnehmen und ein aktiveres, gesünderes Leben, so nicht erreichen werde und änderte die Strategie.

Ziel: Trail Relay 2017

Ich steckte mir ein neues sehr konkretes Ziel für 2017: die erfolgreiche Teilnahme am Trail Relay. Dabei handelt es sich um einen regionalen Hindernislauf. 7,7 km und 15 Hindernisse gilt es zu überwinden. Termin: Mitte November. Also gute 4 Monate Zeit. Ich kenne diesen Lauf aus eigener Erfahrung, da ich ihn vor meiner Sportabstinenz schon mal gefinished habe.

Der Körper streikt

Die erste Laufeinheit 3 km in 30 min das Knie schmerzt. 5 Tage Pause. Nächste Einheit: lockeres Laufen 2,4 km in 30 min. Das Knie und die Hüfte schmerzen.

Vielleicht muss sich der Körper erst wieder an Bewegung gewöhnen, also 1 h gewalkt und rund 5 km geschafft. Das lief mal gut.

Jeder Laufversuch im August endete in Knieschmerzen.

Dies führte dazu, dass ich mir neue Laufschuhe kaufte. Der Gedanke dabei war, die alten sind schon 4-5 Jahre alt und können nicht mehr funktionieren. Im Sportfachgeschäft wurde ich dieses Mal auf pronationsgestütztes Schuhwerk hin beraten. So kam anstelle des Neutralschuhs der erste gestützte Schuh in meine Sammlung.

Der erhoffte Erfolg stellte sich nicht ein. Im Gegenteil die Zipperlein gingen erst richtig los. Auch das Knie gab keine Ruhe.

Noch war Zeit bis zum Lauf also kurzerhand eine fachmännische Meinung eingeholt.

Runners Knie

2 Orthopäden 2 Meinungen

Mit langer Wartezeit auf einen Termin ging ich hoffnungsvoll zum Orthopäden meines Vertrauens. Inzwischen war es schon später September und die Zeit drängte. Umso größer war die Enttäuschung als ich ohne Diagnose mit einem „guten Ratschlag“ und einem weiteren Termin für ein Röntgenbild nach Hause geschickt wurde. Der gute Ratschlag hieß: mit dem Laufen aufhören und nur noch schwimmen.

Ich fühlte mich schlecht beraten und sagte schlussendlich den 2. Termin ab.

Schließlich bin ich noch keine alte gebrechliche Frau, sondern zumindest im Geiste noch jung und dynamisch.

Stattdessen besorgte ich mir einen Termin bei einem zweiten, mir empfohlenen Orthopäden.

Wermutstropfen: der Termin war erst Ende Oktober.

Mir war klar, dass mein Ziel, die Teilnahme am Trail Relay knapp wird. Noch war ich aber fest entschlossen.

Hoffnungsvoll ging ich nun zum Orthopädentermin.

Diagnose

Nach einem Vorgespräch, Funktionstests und Röntgenbilder war die Diagnose klar. Runners Knee und muskuläre Verspannungen in der Hüfte.

Ursache

Die Ursache dafür liegt in einer komplett verkürzten hinteren Muskulatur. Wade, Oberschenkel, Hüftbeuger – alles viel zu kurz. Hinzu kommen noch muskuläre Dysbalancen.

Theraphie

Der Lösungsansatz von diesem Orthopäden war ein ganz anderer.
3 Monate 2x die Woche Physiotherapie mit dem Ziel:

  • verklebte Faszien zu lösen
  •  Muskulatur zu lockern
  •  Dehnen, dehnen, dehnen bis das IT- Band nicht mehr am Knie scheuert
  •  Hüft-, Po- und Coremuskulatur gezielt kräftigen, damit die Hüfte stabil bleibt

Schonen? Fehlanzeige! Laufverbot? Auf keinen Fall.

Ansage: nicht in den Schmerz laufen. Alles machen was geht.

Alle Laufdistanzen bis zum Halbmarathonlauf sind unbedenklich und kein Problem. Von einem Marathon rät er generell ab.

Da sich meine Ziele ohnehin auf Kurzstrecken beschränken und ich max. 10 km laufe steht meinen Laufambitionen zumindest bei Orthopäde Nummer 2 nichts im Wege.

Ziel: Trail Relay 2017 abgesagt

Damit war jetzt allerdings auch endgültig klar, dass ich den Trail Relay 2017 nur als Zuschauer erleben werde.

Auch meine Vorsätze für 2017 waren gescheitert. Ein gesünderes aktiveres Leben zu führen blieben im Stadium des Versuchs stecken und 10 kg abgenommen habe ich auch nicht. Als kleinen Erfolg ließ sich an der Stelle lediglich der Umstand verbuchen, dass gewichtstechnisch 2017 Plus-minus null ausging.

Ein Laufversuch Anfang Dezember scheiterte erneut.

Ich hatte zu dem Zeitpunkt die Hälfte der Physiotherapie hinter mir und die andere Hälfte noch vor mir.

Ein Rückschlag der mich kurz zweifeln ließ…

 

In meinem nächsten Beitrag Berichte ich von der Physiotherapie und wie es weiter ging…

 

 

 

Hinweis

Dieser Beitrag dient lediglich zur Information und zum Erfahrungsaustausch. Er soll weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung aufrufen. Bei gesundheitlichen Problemen, konsultiere bitte den Arzt deines Vertrauens.

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