Equipment für Laufanfänger

Lauf Equipment

Ihr möchtet die Couch verlassen und mit dem Laufen starten? Dann seid ihr hier genau richtig. Doch schnell kommt die Frage auf:  Was brauche ich als Laufanfänger? Ich werde euch zeigen, welches Equipment meiner Meinung nach ein „muss“ ist, was „nice to have“ ist und was ich nicht brauche, aber vielleicht für den ein oder anderen trotzdem interessant ist.

Für die ungeduldigen oder neugierigen Leser unter euch –  ab zur Zusammenfassung!

Aller Anfang ist leicht…

Grundsätzlich ist es ganz einfach. Ihr zieht euch bequeme Kleidung an und lauft los. In der Hinsicht bietet der Sport eine kleine Einstiegshürde.

Solltet ihr lange keinen Sport gemacht haben, gesundheitliche Einschränkungen haben, (stark) übergewichtig sein oder euch unsicher sein/ Bedenken haben, dass ihr  dem Laufen gewachsen seid, empfehle ich euch dieses Vorhaben vorher mit einem Arzt zu besprechen.

Absolutes „must-have“: Schuhe

So unkompliziert Laufen auch ist und wie wenig Equipment benötigt wird, es gibt für mich ein Ausstattungsteil, welches ihr unbedingt nicht vernachlässigen solltet: die Schuhe!

Die Schuhe tragen euch durch die Laufeinheit und haben damit einen großen Einfluss auf eure Trainingseinheit.

Abgetragene Schuhe oder welche, die nicht zu eurem Fuß passen, können für Beschwerden während und nach dem Laufen sorgen.

Gute Laufschuhe müssen nicht teuer sein.

Trotzdem empfehle ich euch einen Besuch in einem Sportfachgeschäft. Lasst euch dort beraten. Viele auf das Laufen spezialisierte Geschäfte bieten euch eine kostenlose Analyse an und zeigen euch darauf basierend die passenden Schuhe. Diese könnt ihr dann vor Ort anprobieren und auf dem Laufband testen. Manche Läden bieten ein 30-tägiges Rückgaberecht bei Unzufriedenheit an. Bei diesem Angebot könnt ihr zu Hause auf euren Laufstrecken die Schuhe ausgiebig testen und gegebenenfalls umtauschen, wenn der Schuh doch nicht richtig passt.

Tipp: In vielen Städten gibt es kleinere spezielle Läden, die sich nur auf den Laufsport spezialisiert haben. Meine Erfahrung ist, dass diese Läden oftmals kleine Geheimtipps mit einer qualitativ hochwertigen Beratung und viel Lauferfahrung sind.

Ich selber kaufe gerne Adidas Schuhe, weil diese oft sehr schmal geschnitten sind und dadurch für mich eine sehr gute Passform haben. Mein Partner hingegen hat überbreite Füße und kommt sehr gut mit Modellen von Asics zurecht. Er läuft gerne in dem Modell Asics Gel Nimbus*, durch eine verhältnismäßig starke Dämpfung ist er auch gut für schwerere Läufer geeignet.

Mein erster Schuh war ein Adidas Energy Boost*. Dieser war lange mein Lieblingsschuh. Nach einer Laufpause wurde ich dann auf den Adidas Supernova ST* beraten. Wie sich herausstellte war dies eine Fehlberatung. Der Schuh ist kein Normalschuh, sondern ein pronationsgestützter Schuh (Er sorgt dafür, dass der Fuß nicht nach Innen einknickt). Leider rief dieser sehr viele Beschwerden hervor. Daher bin ich kurzfristig auf den Adidas Adizero Boston* umgestiegen. Ich wollte gerne einen leichten Schuh, der direkt ist und mich den Boden noch spüren lässt. Ich laufe ihn bis heute noch sehr gerne.

Adidas Adizero Boston
Adidas Adizero Boston

Meine Empfehlung: probiert verschiedene Schuhe aus. Die Passform ist wichtig und hört auf euer Körpergefühl. Der Schuh sollte nicht drücken, scheuern oder zu lose sitzen. Ihr solltet euch schon beim ersten anprobieren wohlfühlen. Meine Erfahrung ist, dass sich ein unbequemer Schuh im Laden auch auf Dauer nicht wirklich Einlaufen lässt. Hier zählt Gefühl/ Passform vor Design. So schwer es auch ist.

Kleider machen Läufer…

Ihr habt jetzt einen ordentlichen und passenden Laufschuh. Die ersten Trainingseinheiten habt ihr absolviert und ihr fragt euch ob es eine Alternative zu eurem alten Shirt und den löchrigen Socken gibt.

Fußbekleidung

Bei den Socken gibt es meines Erachtens nicht soviel zu beachten. Sie sollten passen, bequem sein und vor allem keine Blasen verursachen. Ein leichtes Funktionsmaterial hat den Vorteil, dass der Schweiß abtransportiert wird und falls ihr mal in einen Regenschauer geratet die Socken sich nicht so unangenehm mit Wasser voll saugen und entsprechend schnell trocknen. Ich persönlich empfehle spezielle Laufsocken. Diese erfüllen meistens die oben genannten Anforderungen und sind auf die Belastung des Laufens ausgelegt.

Angefangen habe ich mit Falke RU4*, mit diesem Socken war ich sehr lange sehr zufrieden. Durch Zufall konnte ich dann mal ein Modell von XSocks* ausprobieren und ich muss sagen, dass dieser Strumpf für mich um Längen besser ist als  das Falke-Modell. Dieses trage ich nur noch beim Krafttraining. Heute Laufe ich ausschließlich in Kniestrümpfen mit Kompression*. Dazu aber später mehr.

Für den Anfang reichen bequeme Socken in einer guten Qualität.

Shirt und Shorts

Auch hier zählt, dass in erster Linie beides bequem und den Wetterbedingungen angepasst sein sollte.

Die Hose sollte nicht rutschen und ihr solltet euch wohl fühlen. Ich laufe sehr gerne in kurzen Hosen. Ich kenne aber auch Personen, die lieber in langen oder 3/4 Hosen laufen. An der Stelle gibt es aus meiner Sicht kein richtig oder falsch. Ich persönlich mag keine Leggings oder Lauftights, daher ziehe ich immer eine kurze Shorts an. Mir persönlich ist es wichtig das die Hose Taschen hat. Darin verstaue ich mein Handy, 1 Taschentuch und den Hausschlüssel. Also überlegt euch vorher, welche Eigenschaften eure Hose haben sollte.

Empfehlen würde ich immer eine Hose aus Funktionsmaterial. Dieses ist atmungsaktiv und transportiert den Schweiß vom Körper weg (umso enger die Hose am Körper liegt, desto besser funktioniert dies. Wie ich es gelöst habe erzähle ich euch später). Falls ihr mal nass werdet, trocknet die Hose schnell und bleibt schön leicht.

Für das Oberteil zählt das gleiche. Auch hier würde ich etwas bequemes kaufen, in dem ihr euch wohl fühlt. Ideal sind Signalfarben, weil ihr dann von anderen Verkehrsteilnehmern eher gesehen werdet. Auch hier würde ich wieder zu einem Funktionsmaterial greifen um ein besseres Klima zu erzielen.

Ich kaufe gerne Artikel von Under Armour*, Nike* oder Adidas. Aus meiner Sicht verfügen die Marken über tolle Laufbekleidung aus guter Qualität und guter Funktionalität. An der Stelle könnt ihr einfach einige Hersteller ausprobieren und werdet schnell herausfinden, welcher am besten zu euch passt.

Erstes kühleres Wetter - langarm Funktionsshirt und T-SHirt
Erstes kühleres Wetter – langarm Funktionsshirt und T-Shirt
Exkurs: wie viel ziehe ich an?

Besonders als Laufanfänger wusste ich oft nicht wie viel ich anziehen soll. Das führte dazu, dass ich häufig zu viel angezogen habe.

Als Faustregel gilt: Wenn du los läufst ist es ok, wenn dir noch etwas kalt ist. Sobald du dein warm-up absolviert hast sollte dir angenehm warm sein.

Nach einiger Zeit wirst du ein Gefühl für die richtige Kleidung bei verschiedenen Temperaturen entwickeln.

Ich trage im Winter ab unter 10°C immer eine Mütze, weil der Körper über den Kopf sehr viel wärme verliert. Handschuhe trage ich nur sehr selten (bei Minusgraden), weil die Finger bei mir schnell warm werden. Ich laufe sehr lange in kurzer Hose und greife erst zum langärmeligen Oberteil bevor ich dann auch die lange Hose aus dem Schrank krame. Auch hier muss jeder austesten, wie er es am liebsten mag.

Langsam wird es frisch. Mütze und dickes Funktionsshirt unterm T-Shirt
Langsam wird es frisch. Mütze und dickes Funktionsshirt unterm T-Shirt
Nordisches Regenwetter - Funktionsregenjacle von Asics und Cap zum Schutz vor Nässe
Nordisches Regenwetter – Funktionsregenjacke von Asics und Cap zum Schutz vor Nässe
MIt dem Schmuddelwetter kommt auch die Dunkelheit. Mütze in Signalfarbe, Läuferweste mit reflektierenden Elementen (von Asics) und Nike Funktionsshirt mit signalgelben Effekten.
Mit dem Schmuddelwetter kommt auch die Dunkelheit. Mütze in Signalfarbe, Läuferweste mit reflektierenden Elementen (von Asics) und Nike Funktionsshirt mit signalgelben Effekten.
Tiefster Winter... NIke Funktionsshirt mit Kauze, Under Armour Handschuhe mit reflektierenden Elementen und Mütze in Signalfarbton.
Tiefster Winter… Nike Funktionsshirt mit Kapuze, Under Armour Handschuhe mit reflektierenden Elementen und Mütze in Signalfarbton.
Heiße Sommer - Under Armour Laufcaap, Oakley Sportbrille, Nike Funktionsshirt
Heiße Sommer – Under Armour Laufcap, Oakley Sportbrille, Nike Funktionsshirt
Sport BH

Für Frauen, insbesondere mit größeren Oberweiten, aus meiner Sicht ein absolutes Muss. Ich nehme es vorweg, ich habe den Stein der Weisen oder anders ausgedrückt die „Lösung“ noch nicht gefunden.

Der BH sollte euch oder besser eurer Oberweite einen starken Halt bieten. Beim Laufen wirken viele Kräfte auf euch ein, die für viel Bewegung sorgen. Zu wenig halt macht für mich das Laufen unmöglich, weil es extrem schmerzhaft werden kann.

Gleichzeitig sollte der BH nicht einschnüren, abquetschen, zwicken oder gar die Träger rutschen.

Für letzteres habe ich tatsächlich eine Lösung gefunden: einen Racer-Rücken. Dieser hat den Nachteil, dass sich der BH nur über den Kopf anziehen lässt dafür sitzt alles da wo es sein soll.

Viele Sportlerinnen schwören auf Modelle von Shock Absorber*.  Ich glaube, dass dieses Modell tatsächlich zu den besseren gehört. Ich persönlich komme damit allerdings nicht klar. Ich bin bisher mit Modellen von Triumph* gut gefahren. Dies ist aber höchst individuell.

Wenn ihr mögt, könnt ihr eure Tipps und Tricks zu diesem Thema in den Kommentaren hinterlassen.

Jetzt wirds eng – Kompression

In den letzten Jahren konnte ich vermehrt  Läufer beobachten, die auch im heißesten Sommer mit Kniestrümpfen durch die Gegend liefen. Ich hielt diese Menschen bisher für „bekloppt“. Um es vorweg zu nehmen, ich gehöre nun auch zu dieser Spezies. Sicherlich ist Kompressionsbekleidung kein muss. Für mich aber inzwischen nicht mehr weg zu denken.

Es gibt nicht nur Kompressionskniestrümpfe, sondern viele weitere Produkte auf dem Markt – Socken, Shorts, lange Hosen, lange Shirts, kurze Shirts, Überzieher für die Waden (ohne Socken) sogenannte Sleeves, Überzieher für die Oberschenkel, spezielle Regenerationsbekleidung etc.

Warum dieser ganze Aufwand?

Durch die Kompression soll die Durchblutung gesteigert und die Sauerstoffversorgung sowie der Abtransport der Abbauprodukte verbessert werden. Schwere Beine adé. So ist der Plan.

Zum anderen soll durch die Kompression die Vibration der Muskeln reduziert werden. Dadurch soll ein möglicher Muskelkater reduziert oder komplett vermieden werden.

Nach dem Sport kann der Regenerationsprozess durch Kompressionsbekleidung, die für eine verbesserte Blutzirkulation sorgt, unterstützt werden.

Wissenschaftlich bewiesen ist das alles nicht.

Meine Erfahrung

Ich persönlich glaube nicht, dass ich durch Kompressionsbekleidung schneller bin, weniger Verletzungen habe oder schneller regeneriere. Für mich ist Kompressionskleidung nicht mehr wegzudenken, weil es sich einfach besser anfühlt. Ich habe keinen Adoniskörper und bin froh, dass die Kompressionskleidung meinen Körper in Form hält. An den Waden ist es einfach ein ganz anderes Laufgefühl.

CEP Night Calf Sleeves
CEP Night Calf Sleeves

Ich laufe immer mit Kompressionssocken von CEP. Ich kann für das ganze Jahr das Modell Run 2.0* empfehlen. Früher habe ich immer nur die Calf Sleeves* verwendet. Diese haben den Nachtteil, dass man noch extra Socken benötigt. Mein Gedanke war, dass wenn ich Sleeves mit Fuß nehme und diese löchrig laufe, benötige ich immer einen neuen Kniestrumpf. Einen Calf Sleeve bekommt man eher nicht kaputt. Ich  habe bisher keinen meiner Run 2.0 kaputt bekommen. Die Haltbarkeit ist wirklich sehr gut.

CEP Run 2.0 Socks
CEP Run 2.0 Socks

Im Winter verwende ich CEP Nighttech Socks*, diese haben reflektierende Elemente. Ich hoffe, dadurch besser gesehen zu werden. Diese gibt es auch als Calf Sleeves*. Eine weitere Entdeckung, die ich gemacht habe sind die CEP Run Ulralight Socken*. Ich besitze diese als Run Ultralight Calf Sleeve* und werde mir auf jeden Fall noch die Socken kaufen. Dieser Sleeve ist sehr dünn und fühlt sich extrem angenehm auf der Haut an. Insbesondere im Sommer sind sie sehr leicht und luftig.

CEP Nighttech Socks
CEP Nighttech Socks
CEP Ultralight Calf Sleeves 2.0
CEP Ultralight Calf Sleeves 2.0
Sonstige Kompressionsbekleidung

Ansonsten trage ich je nach Wetter kurzärmelige* oder langärmelige Shirts* sowie Shorts* oder Leggings*  von Under Armour oder Nike. Diese ziehe ich unter meine normale Laufkleidung an. Ich bevorzuge aufgrund der stärkeren Kompression die Produkte von Under Armour. Beide Hersteller bieten Kleidung für den Sommer und den Winter an (z.B Under Armour – cold gear bzw. heat gear).

Accessoires für jede Wetterlage

In dieser Rubrik stelle ich euch ein paar Gimmicks vor, die ihr euch nach und nach anschaffen könnt, aber für mich kein must-have sind.

Laufweste

Solltet ihr soviel Spaß am Laufen gefunden haben, dass ihr auch im Winter und in der Dämmerung lauft ist es sehr wichtig, dass ihr gesehen werdet. Ich habe mir dazu eine CEP-Laufweste* angeschafft. Diese ist flexibel einstellbar und sehr leicht. Auch andere Hersteller haben solche Laufwesten im Angebot, wie zum Beispiel Asics. Diese Laufweste* ist eventuell sogar besser sichtbar als meine, weil Sie Signalgelb ist.

CEP Laufweste
CEP Laufweste
Lampe

Solltet ihr auf unbeleuchteten Wegen unterwegs sein, kann es durchaus sinnvoll sein, dass ihr euch eine Stirnlampe* oder Brustlampe* anschafft. Ich habe bisher nicht den drang verspürt mir dadurch eine zusätzliche Erleuchtung zu verschaffen, sehe aber durchaus andere Läufer die solche Leuchten nutzen.

Mütze und Handschuhe

Im Winter, wenn es sehr kalt ist ziehe ich ab und zu auch Handschuhe an. Für mich ist dies kein must-have, weil die Hände nach wenigen Laufmetern warm werden. Solltet ihr euch Handschuhe anschaffen, würde ich wieder darauf achten, dass Sie reflektierende oder leuchtende Farbelemente haben. Im Winter ist es besonders wichtig gut sichtbar zu sein. Ich habe Laufhandschhuhe* von Under Armour und dazu passend eine leuchtend gelbe Mütze mit reflektierenden Schriftzügen. Die Mütze ist wie schon erwähnt eher ein must-have, weil der Körper über den Kopf sehr viel wärme verliert.

Under Armour Mütze und Handschuhe
Under Armour Mütze und Handschuhe
Regenjacke

Falls ihr im (nord-)deutschen Schmuddelwetter laufen möchtet kann es sinnvoll sein, sich eine atmungsaktive, wasser- und regenfeste Laufjacke anzuschaffen. Ich habe mir dazu eine Jacke von Asics gekauft. Diese erfüllt tatsächlich alle Anforderungen, ich nutze Sie aber nur selten. Mir macht es nichts aus, wenn ich vom Regen nass werde, weil ich beim Laufen schwitze und dann sowieso „nass“ bin.

Asics Regenjacke - wind- und regenfest
Asics Regenjacke – wind- und regenfest
Cap

Falls ihr auch bei strahlenden Sonnenschein nicht aufs Laufen verzichten könnt, achtet darauf euch entsprechend vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Die unbedeckten Körperteile solltet ihr mit Sonnencreme versorgen. Außerdem empfehle ich euch eine leichte luftige Kopfbedeckung. Ich laufe immer mit einem Under Armour Laufcap*, welches wirklich sehr leicht und extrem luftig ist.

Under Armour Laufcap
Under Armour Laufcap
Brille

Falls euch ein Cap nicht reicht ist es auch durchaus empfehlenswert eine Sportsonnenbrille zu verwenden. Ich laufe nur sehr selten mit einer Sonnenbrille, weil sie mich doch stört. Auf der anderen Seite schützt sie die Augen nicht nur vor der Sonne, sondern auch vor Insekten, die einem sonst ins Auge fliegen. Achtet beim Kauf darauf, dass die Brille perfekt sitzt, leicht ist und vor UVB- und UVA-Strahlung schützt. Ich persönlich mag die Modelle von Oakley*. Sie sind jeden Euro Wert.

Oakley Sportbrille - Flack Draft
Oakley Sportbrille – Flak Draft*

Technik – Schnickschnack fürs Laufen?

An dieser Stelle fange ich mal mit dem wohl beliebtesten „Schnickschnack“ fürs Laufen an: Musik. Ich kenne tatsächlich mehr Menschen die per MP3-Player oder Handy Musik hören beim Laufen als ohne. Ich persönlich finde das Laufen mit Musik absolut indiskutabel. Wer beim Laufen gerne seine Umgebung wahrnehmen, die Natur genießen, seinen Körper spüren und entsprechend Laufen möchte sollte auf den MP3-Player verzichten. Mit Musik ist dies meiner Meinung nach nicht möglich. Schlimmstenfalls läuft man nicht in seinem Rhythmus nach dem Körpergefühl, sondern im Takt der Musik. Ein weiterer Nachteil ist, dass man durch die Musik die Umgebung nur noch eingeschränkt wahrnimmt. Ein Skater oder Biker von hinten, ein Auto von der Seite mit ablenkender Musik nimmt man weniger von der Umgebung wahr und hört viele Dinge erst später. Wichtig ist, jeder sollte so Laufen wie es einem Spaß macht, also meinetwegen auch mit Musik. Für mich kein „must-have“.

Sportuhr oder Activitytracker?

Es gibt inzwischen zahlreiche Activitytracker, die 24/7 deine Aktivitäten und sogar deinen Schlaf aufzeichnen. Die Geräte erfassen sogar rund um die Uhr deinen Puls und zeigen dir den Verlauf deines Ruhepuls über die Zeit an. Dieses sind alles nützliche Gimmicks, die dir bei der Trainingssteuerung helfen. Der Nachteil dieser Geräte ist nach wie vor die unzuverlässige Aufzeichnung deiner Herzfrequenz beim Sport und somit auch beim Laufen. Sollte dich das Thema näher interessieren schaue gerne bei meinem Artikel zum Thema Herzfrequenzmessung: Brustgurt vs. Handgelenksmessung vorbei. Ich nutze meinen Activitytracker Fitbit Charge 2* jeden Tag 24/7, aber zur Aufzeichnung meines Sport greife ich ausnahmslos zu einer richtigen Sportuhr mit Brustgurt und EKG-genauer Messung. Wer sich für den Fitbit Charge 2 interessiert kann meinen ausführlichen Test dazu hier lesen. Ich könnte auf meinen Fitbit Charge 2* nicht mehr verzichten, aber für dich als Laufanfänger kein „must-have“.

Sportuhr

Beim Laufen braucht man nicht zwingend einen Activitytracker und selbes gilt auch für eine Sportuhr. Ich möchte allerdings auf meine Polar V800* nicht mehr verzichten. Für die Trainingssteuerung und um langfristiges Entwicklungen zu sehen finde ich eine Sportuhr sehr nützlich. Am Anfang ist es wahrscheinlich am interessantesten zu sehen wie viele km du in welcher Zeit gelaufen bist. Während des Laufs ein Blick auf den Puls kann auch nicht schaden. Meine Erfahrung ist, dass man sich nach und nach mit dem Thema beschäftigt und immer mehr Funktionalitäten testet und nutzt (z.B. Intervalltraining, Race Pace, Schrittfrequenzmessung etc.). Als Laufanfänger benötigst du keine Multisportuhr, wie es die Polar V800 ist. Außer du möchtest auch fortgeschrittene Schwimmfunktionen und Multisportfunktionen nutzen. Ich empfehle, als eine sehr gute Laufuhr die Polar M430*. Die Uhr zeigt dir grundlegende Daten wie den Puls, Distanz und Zeit an. Sie hat ein integriertes GPS, welches dir ermöglicht deine gelaufene Strecke später auf dem Rechner anzuschauen. Solltest du die Uhr den ganzen Tag tragen kann sie 24/7 deinen Puls aufzeichnen und deinen Schlaf tracken. Die Uhr verfügt über weitere interessante Funktionen wie dem Running Index, Laufprogramme oder einem Fitnesstest.

Alternative App?

Ihr möchtet aktuell kein Geld für eine Sportuhr ausgeben? Dann kann eine entsprechende App eine gute Alternative sein. Ich habe am Anfang Runtastic verwendet. Lade dir die App auf dein Handy und starte die Trainingseinheit. Runtastic kann über dein Handy per GPS die Strecke aufzeichnen und dir viele nützliche Daten zur Auswertung bereitstellen. Während des Laufs siehst du auch deine Pace. Inzwischen kannst du mit Runtastic auch deine Herzfrequenz aufzeichnen. Dazu benötigst du einen kompatiblen Sender mit Brustgurt, wie z.B. von Runtastic* oder BerryKing*.

Alternativ kannst du dir auch die Polar BeatApp auf dein Handy laden und mit z.B. dem Polar H10-Sensor* deine Herzfrequenz aufzeichnen. Die Polar BeatApp bietet ähnliche Funktionen, wie Runtastic. Wobei der angebotene Umfang bei Runtastic größer ist als bei der Polar BeatApp (z.B. Erfassung der Schuhe).

Durch den geringen finanziellen Aufwand kann es sich lohnen eine App zu nutzen um zusätzliche Daten zu erhalten. Ich finde es interessant alte Trainingsdaten mit neuen zu vergleichen um meinen Fortschritt zu verfolgen. Eine App ist aber keinesfalls ein „must have“.

Verpflegung

Manchmal sehe ich Läufer, die Getränke dabei haben. Für dich als Laufanfänger ist es meines Erachtens nicht notwendig Getränke oder Verpflegung (Gels, Riegel) dabei zu haben. Du solltest an den Trainingstagen generell für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen. Bei Läufen bis zu 1h sollte dein Körper auch gut ohne zwischenzeitliche Nahrungsaufnahme klar kommen. Ich bin auch schon längere Zeit ohne Nachschub auf der Strecke ausgekommen. Nach dem Lauf solltest du aber deinen Flüssigkeitshaushalt wieder auffüllen und deinen Körper mit Nährstoffen versorgen.

In aller Kürze…

Die Tabelle zeigt dir das zuvor beschriebene Equipment in der Reihenfolge wie ich es mir anschaffen würde.
rot = must have
grün = nice to have
gelb = wetterabhängige nice to have
blau = sonstige nice to have

Zusammenfassung Equipment
Zusammenfassung Equipment

 

 

 

 

Hinweis

Dieser Beitrag dient lediglich zur Information und zum Erfahrungsaustausch. Er soll weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung aufrufen. Bei gesundheitlichen Problemen konsultiere bitte den Arzt deines Vertrauens.

 

 

*Affiliate-Links

 Bei den mit „Sternchen“ gekennzeichneten Links handelt sich um Affiliate-Links. Kaufst du auf der verlinkten Website einen Artikel erhalte ich dafür eine Provision. Ich empfehle nur Artikel, die ich selber nutze/ getestet habe und von denen ich überzeugt bin. Die Verlinkung hat keinen Einfluss auf meine Bewertung. Die Nutzung der Links verursacht für dich keine zusätzlichen Kosten. Ich freue mich, über deine Unterstützung und du hilfst mir dabei diesen Blog zu betreiben.  Vielen Dank!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.